Das Medienmagazin

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Transkript

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00:00:02: True Crime ist überall, ob Spotify, Netflix oder TikTok.

00:00:05: Echte Verbrechen ziehen ein riesiges Publikum in ihren Bann!

00:00:09: Doch warum beschäftigen sich so viele Menschen ausgerechnet mit realem Leid und Gewalt?

00:00:13: Wir wollten es wissen – was fasziniert die Zuschauer

00:00:15: wirklich?!

00:00:16: Also, ich höre True Crime Podcasts wie z.B.

00:00:19: Mord of Ex weil ich reale Geschichten oft stärker fesseln als Fiktionen.

00:00:24: Es ist wirklich faszinierend für mich wie komplex Menschen und ihre Motive sein können Und gleichzeitig erfahre ich viel über Ermittlungsarbeit Psychologie und zum Beispiel auch gesellschaftliche Hintergründe was ich eigentlich sehr interessant finde.

00:00:35: Mich faszinert vor allem die Mischung

00:00:37: aus

00:00:38: Psychologie- und Realität.

00:00:39: es gibt mir irgendwie einen besonderen Reiz daran zu verstehen warum Menschen so extreme Entscheidungen treffen.

00:00:44: Gleichzeitig zeigt das auf viel lieber menschliche Abgründe und darüber, wir mittleren kleine Details nutzen um Fälle zu lösen.

00:00:50: Echte Verbrechen zeigen wie Pragy das Leben sein kann.

00:00:55: außerdem hilft es mir Musster zu erkennen Risiken besser einzuschätzen und ein Gefühl dafür zu bekommen wie zum Beispiel Kriminalität funktioniert und auch verhindert werden kann.

00:01:04: Ich würde mir kein True-Crime-Fall anhören, den ich nicht spannend finde.

00:01:08: Gleichzeitig will man dann ja natürlich wissen wie das ausgegangen ist und was die Hintergründe sind.

00:01:14: Ich fände dadurch dass es reale Fälle sind.

00:01:16: Es ist viel gruseliger als ausgedachte Filme.

00:01:20: Dadurch ist es natürlich auch viel spannender.

00:01:23: Gleichseitig ist jeder true crime fall natürlich auch traurig weil man weiß in echt so passiert ist.

00:01:29: Viele

00:01:29: Menschen konsumieren True Crime aus sehr unterschiedlichen Gründen, doch eines wird deutlich – das Thema löst starke Emotionen aus!

00:01:48: Eine Studie der Universität Graz zeigt außerdem, dass viele Menschen True Crime-Inhalte konsumieren um ihre Ängste zu bewältigen und besser nachvollziehen zu können wie Verbrechen entstehen.

00:01:58: Doch forschende Warnen!

00:01:59: Wer sehr viel solcher Formate konsumiert nimmt die Welt oft gefährlicher wahr als sie ist.

00:02:05: Um einzuordnen warum echte Verbreche so eine Wirkung haben

00:02:10: Dafür haben wir mit einer Expertin gesprochen, Frau Sandra Beck.

00:02:13: Sie ist Akademische Reden am Seminar für Deutsche Philologie der Universität Mannheim.

00:02:18: Ich glaube das hat sehr viel mit der Aushaltung von

00:02:23: Arnst zu tun

00:02:24: und das gesellschaftliche Anteilnahme auch zu tun.

00:02:28: Wegen.

00:02:28: wir Gedenken

00:02:29: an besten Sticksal, wir teilnehmen emotional empathisch und auch wem wir vergessen.

00:02:36: es

00:02:36: ist echt Es ist

00:02:37: wahres nicht

00:02:38: ausgedacht

00:02:40: Aber es betrifft nicht

00:02:41: mich.".

00:02:42: True Crime ist also mehr als nur Spannung.

00:02:44: Es geht auch darum, welche Geschichten erzählt werden und welche nicht – denn jeder Erzählung entscheidet darüber welchem Schicksal wir Aufmerksamkeit schenken.

00:02:52: Viele Zuschauer berichten sich nach einer Folge sicherer oder aufgeklärter zu fühlen aber hält dieses Gefühl auch langfristig?

00:02:59: Stabschutz ist glaube ich die Antwort, die momentan

00:03:03: am

00:03:04: vehementesten vertreten wird.

00:03:06: Das heißt diese Idee daraus was zu lernen schließt ja so ein didaktisches Konzept

00:03:11: eigentlich

00:03:11: an und man will wissen wie diese Menschen funktionieren.

00:03:16: da werden wir dann natürlich auch im zweiten Schritt wieder bei dem Schutz also mit der Idee wenn nicht mal weiß wie sie funktionieren kann ich auf entsprechende Sicherungsmaßnahmen quasi ergreifen.

00:03:26: True Crime kann also beruhigen Aber nur kurz.

00:03:30: Der nächste Fall, die nächste Grausamkeit, der nächste Schockmoment folgen sofort.

00:03:35: Doch wann kann das Interesse an True Crime problematisch werden?

00:03:39: Diese

00:03:39: Neuauwese

00:03:42: sucht

00:03:43: Debatte gewissermaßen als diese Idee, dass schmutzige Lektüre zu einer als Druckenmoment verkommen kann, dass einem dann auch völlig von der Realität entfremdet.

00:03:55: und damit stellt sich die Frage Welche Verantwortung Medien tragen, wenn sie reale Verbrechen erzählen?

00:04:18: Verlust eines Menschen sozusagen zum spektakulären Fall des Tages ungemodelt wird, ohne große Rücksichtnahme auf diejenigen, die das überlebt haben.

00:04:29: Die aber eben trotzdem sehr, sehr davon getroffen

00:04:31: sind.".

00:04:32: True Crime bewegt sich auf einer schmalen Linie zwischen Aufklärung, Neugierde zwischen Verständnis und Gänsehaut.

00:04:38: Es kann helfen, Verbrechen besser zu verstehen – aber es kann auch verzerren, vereinfachen oder verletzen!

00:04:44: Ob true crime verantwortungsvoll ist hängt nicht nur von dem Format ab sondern auch davon wie wir zuhören, wie wir urteilen und wie wir mitfühlen Denn hinter jeder wahren Geschichte steht jemand für den sie nie vorbei ist.

Über diesen Podcast

Wortgewandt, wissensintensiv und musikalisch: das ist die Messlatte, die das Campus-Radio-Team der Hochschule Osnabrück sich gesteckt hat. Seit über zwanzig Jahren gehen die Studierenden des Instituts für Kommunikationsmanagement on air. Zu ihrem Portfolio gehören zahlreiche Magazinformate, Konzertübertragungen und Diskussionsforen. Ausgestrahlt werden die studentischen Sendungen auf der Ems-Vechte-Welle, dem lokalen Radiosender der Region (UKW 95, 6 und www.emsvechtewelle.de). Zum Campus-Radio-Team gehören jedes Jahr rund 30 Studierende des Bachelor Studiengangs Kommunikationsmanagement, die unter der Leitung von Prof. Dr. Margareta Bloom-Schinnerl vielseitige Beiträge für unterschiedliche Formate produzieren.

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